Energieausweis richtig lesen und verstehen

Der Energieausweis ist dafür da, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu beurteilen. Seit dem 1. Mai muss dies auch schon bei Besichtigungen verpflichtend vorgezeigt werden. Ansonsten kann bei Nichteinhaltung mit einem Bußgeld von mehreren tausend Euro gerechnet werden.

 

Zu allererst sollte man zwischen dem Verbrauchs- und dem Bedarfsausweis unterscheiden. Der Verbrauchsausweis fasst die Energiebilanz zusammen. Die Werte werden aus dem Energieverbrauch der Bewohner in den zurückliegenden drei Jahren errechnet. Diese Daten darf der Eigentümer selbst erheben. Danach errechnet ein Experte anhand der angegebenen Werte den Energieverbrauch uns stellt den Energieausweis aus.

Bei dem Bedarfsausweis begutachtet ein Fachmann den baulichen Zustand der Immobilie sowie der Heizungsanlage und bestimmt somit den zu erwartenden Energieverbrauch.

Auf der ersten Seite eines Energieausweises befinden sich allgemeine Angaben zum Gebäude. Z.b. Adresse, Anzahl der Wohnungen, Informationen zu Energieträgern für Heizung und Warmwasser und das Baujahr. Ebenso ist auf der ersten Seite sichtbar, um welche Art von Energieausweis es sich handelt. (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis).

Auf der zweiten und dritten Seite ist eine Farbskala zu finden. Diese zeigt an, wie hoch der Energiebedarf- bzw. verbrauch des Gebäudes ist. Unter dem grünen Bereich befinden sich die Niedrigenergiehäuser, im roten Bereich hingegen ältere und unsanierte Gebäude.

Bei einem Bedarfsausweis findet man den Endenergiebedarf und Primärenergiebedarf. Bei einem Verbrauchsausweis den Endenergieverbrauch und Primärenergieverbrauch.

Endenergiebedarf:

Je kleiner der Endenergiebedarf, desto besser. Dieser zeigt die Energiemenge an, die das Gebäude jährlich braucht.

Primärendbedarf:

Dieser zeigt wie viel Energie aufgewendet werden muss, um eine bestimmte Menge an Energie zu erzeugen.

Endenergieverbrauch:

Dieser Wert, der angibt wie viel Energie in den vergangenen drei Jahren pro Quadratmeter im Schnitt benötigt wurde. Dieser Wert hängt vom Verbrauch der Bewohner ab.

Primärenergieverbrauch:

Dieser wird je nach Energieträger mit einem bestimmten Faktor multipliziert.

 

 

Foto: s-motive