Mietschulden - Welche Rechte Vermieter haben

Wie schützen sich Vermieter vor Mietnomaden? Welche Schritte kann man ergreifen, um die Miete einzubringen?

Wann können die Mietschulden eingefordert werden?

Zu aller erst sollte der Vermieter seinen Mieter am besten persönlich ansprechen, falls er das Zahlen einfach vergessen hat. Am sichersten ist es, die Höhe des Rückstands und genau den Monat zu benennen, in dem keine Mietzahlung erfolgte. Es ist durchaus möglich, dass der Mieter das Geld versehentlich auf das falsche Konto gezahlt hat oder es sich um eine berechtigte Weigerung der Mietzahlung wegen eines Mangels, handelt.

Was tun, wenn der Mieter nicht bezahlt? 

Sollte der Mieter trotz mehreren Mahnungen nach der Frist nicht zahlen, muss entweder eine Mahnklage bei Gericht eingereicht werden, oder gleich schon eine gerichtliche Kündigung erwirkt werden:

  • Schriftliche Aufforderung (Mahnung)
  • Mahnklage bei Gericht
  • Kündigung (Muss mindestens acht Tage mit der Miete im Rückstand sein)
  • Räumungsklage bei Gericht (frühestens zwei Monate nach dem ersten Mahnschreiben)

Kündigung wegen Mietschulden

Bei Mietrückständen bleibt dem Vermieter das Recht, die Wohnung zu kündigen. Wenn der Mieter an zwei hintereinander folgenden Terminen Mietschulden hat, die über einer Monatsmiete liegen, ist eine Kündigung wegen eines Zahlungsverzugs möglich. Ebenso gilt dies, wenn der Rückstand über längere Zeit mehr als zwei Monatsmieten beträgt. Ein Vermieter darf eine fristgerechte oder eine fristlose Kündigung aussprechen.

Zahlt der Mieter nun doch innerhalb einer Frist von zwei Monaten die rückständige Miete restlos nach, ist dies dann gegenstandslos zu betrachten.  

Weitere Informationen bezüglich ähnlichen Themen finden Sie unter www.my-broker.at.