News-Serie: Nebenkosten beim Immobilienkauf: Eintragungsgebühr (Grundbuch)

Für die Eintragung in das Grundbuch, ist eine Gebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises (bzw. der Gegenleistung) zu entrichten. Wird das Kaufobjekt durch eine Hypothek belastet und diese ebenfalls verbüchert, so fallen hier nochmals 1,2 Prozent vom Wert des Pfandrechts an. Hinzu kommt die Eingabegebühr in Höhe von 44 Euro bzw. 62 Euro, wenn die Antragstellung nicht im elektronischen Rechtsverkehr erfolgt.

 

Die zuständige Stelle hierfür ist das für den Ort der Liegenschaft zuständige Bezirksgericht.

Der Wert des Rechts für die Eintragung des Eigentumsrechts und des Baurechts wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr üblicherweise zu erzielen wäre (= Verkehrswert). Dies ist bei Kaufverträgen in der Regel der Kaufpreis.

Begünstigt sind jedoch Rechtsgeschäfte im erweiterten Familienkreis, wie z.B. Übertragung eines Grundstücks an die Ehegattin/den Ehegatten, die eingetragene Partnerin/den eingetragenen Partner, die Lebensgefährtin/den Lebensgefährten, sofern die Lebensgefährtinnen/Lebensgefährten einen gemeinsamen Wohnsitz haben oder hatten, an Geschwister, Nichten und Neffen, etc. und bestimmte gesellschaftsrechtliche Vorgänge zur Änderung von Unternehmensstrukturen, z.B. Übertragung eines Grundstücks aufgrund einer Verschmelzung.

 

Für die Bemessung der Eintragungsgebühr bei den nachstehend angeführten begünstigten Erwerbsvorgängen ist der dreifache Einheitswert, maximal jedoch 30% des Werts des einzutragenden Rechts heranzuziehen:

                     
 

1.       bei Übertragung einer Liegenschaft an den Ehegatten oder eingetragenen Partner während aufrechter Ehe (Partnerschaft) oder im Zusammenhang mit der Auflösung der Ehe (Partnerschaft), an den Lebensgefährten, sofern die Lebensgefährten einen gemeinsamen Hauptwohnsitz haben oder hatten, an einen Verwandten oder Verschwägerten in gerader Linie, an ein Stief-, Wahl- oder Pflegekind oder deren Kinder, Ehegatten oder eingetragenen Partner, oder an Geschwister, Nichten oder Neffen des Überträgers;

 

2.       bei Übertragung einer Liegenschaft aufgrund einer Verschmelzung, Umwandlung, Einbringung, Realteilung, Spaltung oder eines Zusammenschlusses von Gesellschaften, aufgrund eines Erwerbsvorgangs zwischen einer Gesellschaft und ihrem Gesellschafter oder aufgrund der Vereinigung aller Anteile einer Personengesellschaft;

dies gilt jeweils auch für die Übertragung ideeller Anteile an diesen Grundstücken beziehungsweise Liegenschaften.

 

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